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Falsche Polizisten und Enkeltrick – Tipps der Polizei

Auch im Schwalm-Eder-Kreis zu dem sog. „Enkeltrick“.

Der Enkeltrick ist eine bekannte Betrugsform, die vor allem ältere Mitmenschen trifft.

Der Enkeltrick wird von den Tätern immer wieder verändert.

Seit einiger Zeit nutzen die Täter auch den Nachrichtendienst WhatsApp, um ihre Opfer im Namen von Töchtern, Söhnen und Enkeln zu Geldüberweisungen zu bewegen.

Bei dem sogenannten Trickbetrug (u. A. angeblicher Europol-Anruf, Falscher Microsoft-Mitarbeiter, Lotto Zentrale, Gewinnversprechen, Love-Scamming, Schockanruf) zu welchem auch der Enkeltrick und der „Falsche Polizeibeamte“ gehören haben die Täter leider immer wieder Erfolge und erbeuten dabei nicht selten mehrere zehntausend Euro von den Geschädigten.

In diesem Jahr wurden im hiesigen Kreis schon knapp 350 Fälle von Trickbetrug angezeigt. Bei 69% der Fälle blieb es beim Versuch. Beim „Falschen Polizeibeamten“ hatten die Täter bei zwei von 70 Fällen Erfolg und gelangten an größere Bargeldbeträge.

Erst letzte Woche übergab eine 85-Jährige aus dem Schwalm-Eder-Kreis mehrere tausend Euro an einen angeblichen Polizisten.

Der 85-Jährigen war in einem langen Telefongespräch von einem angeblichen Polizisten mitgeteilt worden, dass eine Bande Einbrüche im Nahbereich begehen wollte und ein Bankmitarbeiter darin involviert sei. Der Seniorin wurde geraten, Bargeld von der Bank abzuholen und dies zur Sicherung an einen Polizisten zu übergeben, was sie auch tat.

Bei dem Enkeltrick, welcher momentan mittels Nachrichtendienst „WhatsApp“ erfolgt, hatten die Täter in 48 von 78 Fällen Erfolg und gelangten jeweils an Beträge in Höhe von mehreren tausend Euro.

"Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Nummer….!" So oder so ähnlich beginnen die WhatsApp-Nachrichten, um in der Folge gezielte Geldforderungen anzubringen.

Auch in der letzten Woche überwies eine Schwalmstädterin Geld an ein unbekanntes Konto. Zuvor hatte sie eine Nachricht auf ihr Handy bekommen, worin ihr die neue Telefonnummer ihrer Tochter mitgeteilt wurde und diese um Bezahlung von Rechnungen bat.

Tipps Ihrer Polizei bei Trickbetrügern:

  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn Sie von Ihnen bekannten Personen unter einer neuen, Ihnen unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie diese Nummer nicht automatisch ab.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf/eine Nachricht verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Geldüberweisungen über Whatsapp und andere Messenger sollten immer misstrauisch machen und überprüft werden.